Arboretum
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Ein Arboretum ( abgeleitet von lat. Arbor = der Baum ) ist eine Anordnung von Gehölzen zum Zwecke der Anschauung. Eine solche Anlage befindet sich im großen Wuppertaler Waldgebiet Burgholz. Hier finden sich auf etwa 250 ha Fläche ca. 130 verschiedene Baumarten aus verschiedensten Herkunftsländern.
Zu den Exoten zählen u. a. die nordamerikanischen Mammutbäume, die eine bis zu 50 cm dicke Rinde entwickeln und bei einem Durchmesser von 12 Metern 100 m hoch und 3000 Jahre alt werden können. Zur Erklärung sei gesagt, dass in Deutschland nur vierzig verschiedene Nadel- und Laubbäume heimisch sind. Diese Anlage ist in ihrer Form europaweit einmalig.
Das Arboretum wurde 1958 von Förster Heinrich Hogrebe geschaffen. Auslöser war das beginnende Fichtensterben. Gleichzeitig gab es durch die vermehrte Bautätigkeit der Nachkriegszeit großen Bedarf an Bauholz. Dazu ist der bergische Wald wenig artenreich. So machte man sich Gedanken, welche fremden Hölzer schnellwüchsig seien und sich für unsere Gegend eignen würden.
Die Anlage erschließt neue Erkenntnisse in der Forstwirtschaft, dient aber auch ganz einfach der Produktion von Hölzern verschiedenster Art. Ein Netz von Wanderwegen erschließt das Arboretum für den Spaziergänger. Am Rande der Waldanlage liegt das Waldpädagogische Zentrum Burgholz, wo viele Wege beginnen. Ebenfalls ein günstiger Einstieg ist an der Kaisereiche in Küllenhahn möglich. Eine Hinweistafel beschreibt anschaulich die verschiedenen Wandermöglichkeiten durch das Gelände.
