Carl Friedrich Wilhelm Leverkus

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Carl Friedrich Wilhelm Leverkus
Carl Friedrich Wilhelm Leverkus
Ultramarinfabrik von Carl Leverkus
Ultramarinfabrik von Carl Leverkus

Auf den Chemieunternehmer Carl Friedrich Wilhelm Leverkus (* 05.11.1804, + 04.02.1889) geht die Namensgebung der Stadt Leverkusen zurück. Leverkus wurde als Sohn von Johann Wilhelm Leverkus und Alexandrine Leverkus (geborene Jaeger) in Wermelskirchen geboren.

Mit 14 Jahren begann Leverkus bei seinem Vater seine pharmazeutische Ausbildung und setzte diese 1822 in Winningen an der Mosel bei dem Apotheker Joseph Krahe fort. Leverkus schrieb sich zum Wintersemester 1822/1823 an der Marburger Universität ein, wo er Pharmazie studierte.

Im Jahre 1826 verschlug es Carl Leverkus nach Paris, wo er an der Sorbonne Chemie studierte. Finanziell hielt er sich mit der Herstellung pyrotechnischer Blitzpulver, wie sie in Theatern eingesetzt wurden über Wasser. Zudem war Leverkus in einer chemischen Fabrik tätig, wo er erstmals mit dem Verfahren zur Herstellung künstlicher Ultramarin-Farbstoffe in Berührung kam.

Im Jahre 1830 wandte er sich mit einem Promotions-Gesuch an den Dekan der Universität zu Gießen. Leverkus sandte hierzu eine Abhandlung über die Chemie des Silbers an den Dekan. Dieser ließ die Abhandlung unter anderem von Justus von Liebig bewerten, welcher ebenso wie Leverkus an der Sorbonne studiert hatte. Tatsächlich wurde Carl Leverkus daraufhin am 07.11.1830 der Doktortitel zugesprochen.

Wieder zurück in seiner Heimatstadt Wermelskirchen errichtete Leverkus im Jahre 1835 die Chemische Fabrik Dr. Carl Leverkus. Nachdem er einige Zeit diverse chemische Produkte hergestellt hatte begann er 1837 mit der Produktion von Ultramarin. Ein Jahr darauf erhielt er ein Patent über das Herstellungsverfahren.

Doch auch dieses Patent konnte nicht verhindern, dass sich in Deutschland und dem europäischen Ausland weitere Ultramarinfabriken etablierten. Durch die geografische Lage Wermelskirchens wurde es für Leverkus zunehmen schwerer, die benötigten Rohstoffe anliefern zu lassen und seine Waren auszuliefern.

Im Jahre 1860 kaufte Leverkus ein direkt am Rhein gelegenes Grundstück in Wiesdorf und ließ dort für seine Fabrik eine neue Produktionsstätte errichten. Für die Mitarbeiter, die zu großen Teilen aus Wermelskirchen an den neuen Standort gefolgt waren baute Leverkus Wohnungen und sogar einen Konsumvereinsladen. Im Andenken an die Herkunft seiner Familie benannte Leverkus seine Siedlung nach einem kleinen Weiler bei Lennep - Leverkusen.

Seine Söhne Julius und Carl führten nach Leverkus' Tod 1884 die Firma fort. Jedoch erfolgte bereits im Jahre 1891 der Verkauf einiger Firmenteile an die Firma Bayer, die in diesem Jahr von Elberfeld (heute ein Stadtteil von Wuppertal nach Leverkusen gezogen war. Somit trug Carl Leverkus auch zur erfolgreichen Firmengeschichte der Bayer AG bei.

Ebenfalls legte er den Grundstein für das heutige Leverkusen, das als solches erst im Jahre 1930 entstand, als Wiesdorf die Ortschaften Schlebusch, Steinbüchel und Rheindorf eingemeindete und sich die neue Stadt nach der Arbeitersiedlung benannte, welche die vier Orte miteinander verband - Leverkusen.

Im Jahre 1884 wurde Carl Leverkus Geheimer Kommerzienrat und Ehrenbürger von Wermelskirchen.

Carl Leverkus verstarb am 04. Februar 1889 in seiner Heimatstadt und liegt auch dort begraben.

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