Graf Engelbert
Aus BergischesWiki
[bearbeiten] Graf Engelbert von Berg
Engelbert I. von Köln (* 1185 oder 1186 in Burg an der Wupper; † 7. November 1225 in Gevelsberg); später auch genannt der Heilige; auch bekannt als Graf Engelbert II. von Berg (nach Bergischer Zählung, aber auch einfach Graf Engelbert von Berg) war Erzbischof von Köln.
Am 7. November 1225 wurde Engelbert von einem Verwandten, dem Grafen Friedrich von Isenberg auf der Rückreise von Soest über Schwelm, wo er die katholische Kirche weihen wollte, nach Köln in einem Hohlweg im heutigen Gevelsberg ermordet. In der geschichtswissenschaftlichen Forschung ist heute umstritten, ob ursprünglich die Gefangennahme des Erzbischofs geplant war. Graf Friedrich II. und andere Adelige in Westfalen und im Rheinland standen in Opposition zu Engelbert, der seine Macht weiter auszubauen gedachte.
Der Versuch, seine Leiche auf den Stammsitz Schloss Burg zu bringen, scheiterte am Burgtor, da der Zutritt des Leichenzuges nicht erlaubte wurde. Sein Leichnam wurde nach Köln verbracht, durch Kochen wurden die Knochen vom Fleisch gelöst, das Fleisch im Turm des alten Doms zu Köln bestattet, sein Herz bei den von den Bergischen Grafen angesiedelten Zisterziensermönchen in Altenberg. Die Knochen wurden nach mittelalterlichem Rechtsbrauch zur Klageerhebung benötigt und deshalb in einen Schrein gelegt, um sie vorzeigen zu können.
Mit dem gewaltsamen Tod von Engelbert I. endete auch die von ihm im Jahre 1218 begonnene Umbauphase von Schloss Burg an der Wupper. Im Rittersaal der Burg ist die Ermordung in einem Wandgemälde von C. Meyer (1856 - 1919) dargestellt.
1929 wurde das Engelbert-Denkmal zu Ehren des Erzbischofes eingeweiht. Das Werk des Bildhauers Paul Wynand aus Berlin wurde von Max Albert Molineus gestiftet.
Das Reiterstandbild, das im 20. Jahrhundert dem Grafen Engelbert II. von Berg zu Ehren errichtet wurde, ist im Innenbereich von Schloss Burg zu sehen.
[bearbeiten] Verehrung
Seine Gebeine werden heute in einem barocken Schrein, den Erzbischof Ferdinand von Bayern fertigen ließ, in der Schatzkammer des Kölner Doms aufbewahrt. Das separat bestattete "Herz des Heiligen" wird als Reliquie heute in einem modernen Reliquiar im Altenberger Dom aufbewahrt und gezeigt. Eine Fingerreliquie befindet sich in der katholischen Pfarrgemeinde St. Engelbert in Solingen. Ein Teil des Unterarmes wird in der früheren St. Engelbert Pfarrgemeinde in Gevelsberg aufbewahrt. Im Domschatz zu Essen ist ein Engelbert-Reliquiar erhalten, das dem Essener Damenstift gehörte. Obwohl er bald eine volkstümliche Verehrung als Heiliger erfuhr, wurde er nie offiziell heilig gesprochen. Sein Nachfolger Heinrich von Müllenark beauftragte den Mönch Caesarius von Heisterbach eine Hagiographie zu verfassen, wahrscheinlich um die Heiligsprechung vorzubereiten. Nicht zuletzt durch die von Heisterbach verbreiteten Wundergeschichten wurde am Ort der Tat das Kloster Gevelsberg gegründet. Dieses wurde ein Zentrum der Verehrung Engelberts.
Eine Gedenktafel für ihn fand Aufnahme in die Walhalla bei Regensburg.
[bearbeiten] Weblink
Kategorien: Sehenswürdigkeiten | Sehenswürdigkeiten (Solingen) | Geschichte | Denkmäler (Solingen) | Personen (Solingen) | Berg-Altena (Adelsgeschlecht)
