Remscheider Kirmes

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Die Remscheider Kirmes hat eine fast zweihundertjährige Tradition. Als 1815 das Bergische Land unter preußische Herrschaft kam, gab es in Remscheid einen jungen Bürgermeister namens Abraham Hering. Er schaffte die illegalen Hofkirmessen ab und ordnete eine "Gesamtkirchwei" an. Gleichzeitig sollte eine "Vogelschützengesellschaft" gegründet werden, um den schießfreudigen Remscheidern Gelegenheit zur schießsportlichen Betätigung geben. Das erste Fest fand am zweiten Juliwochenende statt.

Als Veranstaltungsort für Kirmes und Schützenfest hatte man den "Kaiserplatz" gewählt, eine ehemals landwirtschaftliche Fläche "auf dem Scheid", wo sich heute Rathaus und Theodor-Heuss-Platz befinden.

Der Veranstalter, die Vogelschützengesellschaft, wurde 1834 in "Remscheider Schützenverein" umbenannt und heißt seit seiner 1866 erfolgten Anerkennung als Korporation Remscheider Schützenverein v. 1816 Korp.

Im Zuge der Bemühungen, ein zentral gelegenes Rathaus für die Stadt zu errichten, wurde der Veranstaltungsort nach langen Verhandlungen mit der Stadtverwaltung an das Ende der Hindenburgstraße nahe dem Stadtpark verlegt. Hier erbaute man ein Schützenhaus, eine Stadtparkhalle und eine Schießhalle. 1902 fand hier am heute noch gewohnten Standort zum ersten Mal die Remscheider Kirmes statt, die sich zu einem der größten Volksfeste weit und breit entwickelte.

[bearbeiten] Literatur

  • Heinz-G. Deller: Geschichte des Remscheider Schützenvereis von 1816 Korporation
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