Rheinisch-Bergischer Kreis

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Der Rheinisch-Bergische Kreis ist ein Kreis im Süden von Nordrhein-Westfalen. Er grenzt im Westen an die kreisfreien Städte Köln und Leverkusen sowie den Kreis Mettmann, im Norden an die kreisfreien Städte Solingen und Remscheid, im Osten an den Oberbergischen Kreis und im Süden an den Rhein-Sieg-Kreis.

[bearbeiten] Geografie

Der Rheinisch-Bergische Kreis liegt, wie sein Name schon erkennen lässt, an der Nahtstelle zwischen dem Rheinland und dem Bergischen Land.

Das Kreisgebiet gehört zum Rheinischen Schiefergebirge. Von der Kölner Bucht steigt das Land nach Osten hin an. Die höchsten Punkte sind der Kleine Heckberg bei Federath, Stadt Overath mit 348 m und der Rattenberg bei Buchholzen, Stadt Wermelskirchen mit 345 m. Der niedrigste Punkt mit 51 m über NN befindet sich im Tal der Wupper in Leichlingen.

Der Kreis hat bei einer Fläche von 438 km² eine Nord-Süd-Ausdehnung von ca. 33 km und eine Ost-West-Ausdehnung von ca. 26 km.

Die äußersten Grenzpunkte sind im Norden bei der Ortschaft Preyersmühle, im Osten auf Overather Gebiet nahe dem Kleinen Heckberg, im Süden in der Wahner Heide und im Westen die Stadtgrenze von Leichlingen zu Langenfeld entlang der A3.

Das Gebiet ist relativ regenreich durch die Wolken, die der Wind aus dem Westen über die rheinische Tiefebene heranbringt. Die Entwässerung erfolgt zum Rhein hin durch die Wupper, die Dhünn mit ihrem Zufluss Eifgenbach, die Strunde, die Sülz und die Agger.

[bearbeiten] Städte und Gemeinden

Name Art Fläche km² Einwohner
Bergisch GladbachGroße kreisangehörige Stadt83,12 105.723
BurscheidMittlere kreisangehörige Stadt 27,38 18.603
KürtenGemeinde 67,50 19.639
LeichlingenMittlere kreisangehörige Stadt 37,33 27.481
OdenthalGemeinde 39,97 15.766
OverathMittlere kreisangehörige Stadt 68,80 26.990
RösrathMittlere kreisangehörige Stadt 38,81 27.288
WermelskirchenMittlere kreisangehörige Stadt 74,66 35.437

Amtliche Bevölkerungszahlen gemäß dem Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen, dem ehemaligen Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW. Stand: 31. Dezember 2010

[bearbeiten] Geschichte

Die Besiedlung einer Region durch den Menschen ist eng an geografische Gegebenheiten, Witterung und Klima gebunden, auch wenn dies dem modernen Menschen vielfach nicht mehr bewusst ist. In vorgeschichtlicher und frühgeschichtlicher Zeit war das heutige Kreisgebiet ein Bergland mit stark bewaldeten Höhen und sumpfigen Tälern. Spuren einer Besiedlung in der Steinzeit und der Bronzezeit sind sehr spärlich. Erst seit dem 9. Jahrhundert v. Chr, mehren sich die Spuren, vor allem Gräberfunde im westlichen Teil am Rand des Rheintales. Gegen Ende des 5. Jahrhunderts setzte wohl eine Besiedlung des Berglandes durch fränkische Bevölkerungsgruppen von Westen nach Osten ein. Die älteste schriftliche Quelle ist das Prümer Urbar von 893, ein Verzeichnis der Weiler und Bauernhöfe, die dem Kloster in Prüm gehörten. Darunter befindet sich mit vogelberhc eine Siedlung im heutigen Rösrath.

Ende des 11. Jahrhunderts entstand dann die Grafschaft Berg, die 1380 zum Herzogtum Berg erhoben wurde. Das Herzogtum bestand bis 1806, war aber schon drei Jahre zuvor von französischen Truppen erobert worden. Bis 1813 bestand das Großherzogtum Berg unter Napoléon. In dieser Zeit wurden zahlreiche Neuerungen in Verwaltung und Rechtswesen eingeführt.

Nach zweijähriger Militärverwaltung durch Preußen kam Berg durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses 1815 zum Königreich Preußen. Das Kreisgebiet wurde Teil der Rheinprovinz.

Am 1. Oktober 1932 entstand durch die Kreisreformen in Preußen der Rheinisch-Bergische Kreis aus Teilen des Kreises Mülheim am Rhein und Teilen des Kreises Wipperfürth. Seitdem befindet sich die Kreisverwaltung in Bergisch Gladbach.

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