Richard Gertenbach
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Richard Gertenbach (* 16.02.1857 in Solingen; † 10.05.1929 in Bonn) war von 1890 bis 1925 Lüttringhauser Bürgermeister. und wurde späterer (20.04.1925) zum Lüttringhauser Ehrenbürger ernannt.
Gertenbach war der namhafteste Bürgermeister Lüttringhausens, der in seiner 35jährigen Amtszeit die Infrastruktur Lüttringhausens deutlich verbesserte. Mit Weitsicht, politischem Geschick und Sinn für die Notwendigkeiten nahm er 35 Jahre lang seine Aufgabe wahr. Zur Sicherstellung der Energieversorgung schloss er einen Vertrag mit der Firma Wülfing in Lennep, die in der Düstergasse ein Kohlekraftwerk errichtet hatte. Der Trinkwasserversorgung diente zum einen der Anschluss an die Lenneper Wasserleitung, aber auch der Bau der 1901 in Betrieb genommenen Herbringhauser Talsperre (Barmer Talsperre), für welche die Gemeinde entsprechende Flächen zur Verfügung stellte und im Gegenzug Wasser entnehmen durfte.
In vieler Hinsicht gab es unter Gertenbachs Führung Verbesserungen für die Stadt. Zu nennen sind der Bau des 1908 eingeweihten Rathauses in der Kreuzbergstraße, die Gründung der Notgemeinschaft, die Errichtung der Friedhofskapelle, der Jahn-Turnhalle, des Postamtes in der Richard-Pick-Straße sowie der Schule Neuenhof - heute Adolf-Clarenbach-Schule - und die Ansiedlung der Evangelische Stiftung Tannenhof.
Die Stadtverordneten wussten seine Aktivitäten zu schätzen, wählten ihn am 4. Februar 1911 zum Bürgermeister auf Lebenszeit und benannten am 30. Jahrestag seiner Amtseinführung die damalige Rathausstraße nach ihm. Am 5. Juni 1906 wurde ihm mit dem „Roten Adlerorden“ der zweithöchste preußische Orden verliehen. Gertenbach verstarb am 10. Mai 1929 in Bonn und wurde auf dem evangelischen Friedhof Lüttringhausen unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt.
