Vorsperre Kleine Dhünn: Zu Fuß durchs Biotop

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Die Strecke
Die Strecke

Diese kleine Talsperre am Oberlauf des Quellflüsschens "Kleine Dhünn" ist ein liebliches, waldumschlungenes Biotop. Denn das 900 Meter lange und bis zu 150 Meter breite Staubecken wurde durch Einbauten und Inselchen so gestaltet, dass sich ein landschaftlich sehr schönes Biotop mit den besten Voraussetzungen für den Schutz heimischer Pflanzen- und Tierarten entwickeln konnte.

Rings um das 10,6 ha große Gewässer findet man im wesentlichen geschlossene Hangwälder vor, die zu einem großen Teil aus Erlen- und Strauchweidengehölz bestehen. Sie allein stellen schon einen bedeutenden Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen dar. Für das Biotop wurden allein 18.500 qm Gehölz und 2.500 qm Wasserpflanzen angelegt. Diese Pflanzungen haben mit dazu beigetragen, hier so sensible Arten wie den Eisvogel heimisch zu machen. Dies gilt aber auch für einige andere Vogelarten, die für unsere Gegend ganz untypisch sind. Allein 21 Brutvögel, die bisher im Dhünntalsperren- Bereich registriert werden konnten, stehen auf der Liste der in Nordrhein-Westfalen vom Aussterben bedrohten Arten. Als Sensation gar ist zu bewerten, dass sich Vogelarten wie Schwarzstorch oder Rohrdommel an der Talsperre gezeigt haben. Regelmäßig zu Gast auf Frühjahrs- und Herbstzug ist auch der Rotschenkel. Und jeden Winter ist der Gänsesäger zu beobachten. So hat die Sperre aufgrund ihres Biotopcharakters mit verwaisten Ufern, sieben kleinen Inselchen und sumpfigen Randgebieten auch als Rast- und Überwinterungsplatz für Zugvögel zunehmend an Bedeutung gewonnen.

Die Wanderwege an der Vorsperre wurden so angelegt, dass das Biotop zwar eingesehen, jedoch die Uferstreifen kaum betreten werden können. Die Randwege sind zumeist durch schwere Eisentore verschlossen. Aber ein neu angelegter Rundweg führt im großen Bogen - und im steten Auf und Ab - durch Wälder, Felder und Wiesen in 2 Stunden um die ganze Vorsperre herum. Und führt auch über den 14 Meter hohen Staudamm hinweg. So lernt man im Bereich der 120 Meter langen Dammkrone und an einem kurzen Uferstück doch die landschaftliche Schönheit des verträumten Biotops (0,43 Millionen cbm) kennen.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Anfahrt

Von Wermelskirchen oder von Altenberg nach Dabringhausen. Von Dabringhausen-Stumpf fahren wir anschließend nach Grunewald, biegen dort hinter der Kirche links ab und folgen der Straße in Richtung Klein-Klev noch 1,5 km bis zum Wanderparkplatz "Dahl" (an der rechten Straßenseite).

[bearbeiten] Wandervorschlag

Länge: 2 km, reine Gehzeit: 0,5 bis 0,75 Std.

[bearbeiten] Ausgangspunkt

Wanderparkplatz "Dahl" bei Dabringhausen-Grunewald. Schräg gegenüber vom Wanderparkplatz führt linker Hand ein Feldweg (Tafel "Pilghausen / Vorsperre Kleine Dhünn - Staudamm") durch die Wiesen abwärts. Schon bald passiert er die ehemalige Ortschaft "Dahl", sie ist dem Talsperrenbau "geopfert" worden. Lediglich Reste von Treppen sind noch sichtbar. Nach einer Viertelstunde Gehzeit ist die kleine Vortalsperre dann bereits erreicht. Der Rückweg erfolgt auf gleicher Route.

[bearbeiten] Einkehrmöglichkeit

Am Wege keine; lediglich an der Anfahrtsstraße das Gasthaus "Grunewald" / "Zur Bergischen Schnitzelpfanne" (gegenüber der Grunewalder Kirche).

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