Wanderung rund um die Eschbachtalsperre

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Die Strecke
Die Strecke

Zwischen den Höhen von Remscheid und Wermelskirchen liegt im landschaftlich recht reizvollen oberen Eschbachtal die weit über hundert Jahre alte Remscheider Eschbachtalsperre. Sie besitzt eine gewisse Sonderstellung unter allen bergischen Gewässern, denn sie war Deutschlands älteste Trinkwassertalsperre überhaupt. Diese "Ehre" verhalf ihr, weit über die Grenzen des Bergischen Landes hinaus bekannt zu werden, und sie wurde zum Vorbild für viele, viele andere...

Remscheid hatte als Großstadt auf dem Berge seit jeher Probleme mit der Trinkwasserversorgung. Die wenigen Vorräte waren stets rasch verflossen, denn eilig strömen die Bäche allseits vom Stadtkern zu Tale. Dies brachte 1881 den einheimischen Kommunalpolitiker Robert Böker auf die Idee, ein Trinkwasservorratsbecken anlegen zu lassen. Hieraus entwickelte sich schließlich eine Talsperre.

Planer und Schöpfer dieses Werkes war der Professor der Technischen Hochschule in Aachen, Ing. Otto Intze. Über ein Jahr lang klärte er durch Messungen die Durchführbarkeit des Projektes ab und kam schließlich zu einem positiven Ergebnis: eine Talsperre war hier - im oberen Eschbachtal - technisch ohne weiteres zu errichten. Mit einer 160 m langen Sperrmauer ließ er in den Jahren 1889-1891 das obere Eschbachtal abriegeln und ein Staubecken mit bis zu 17 m Tiefe anlegen. Am 14. November 1891 konnte die Sperre schließlich in Betrieb genommen werden. Mit einem Stauinhalt von 1 Mio. cbm hatte Remscheid (vorerst) seine Trinkwasserprobleme gelöst. Hierfür wurde Prof. Intze im Juni 1893 bei der Einweihung gebührend gewürdigt. Doch für ihn - den "Pionier des deutschen Talsperrenbaus" - war diese Talsperre nur der gelungene Auftakt einer ganzen Serie.

Heute besitzt die Remscheider Sperre jedoch ein ganz anderes "Gesicht" als bei ihrer Einweihung. Ursprünglich besaß sie ein freistehendes Türmchen für die Wasserentnahme, das allerdings 1955 abgebrochen wurde. Die Mauer ist außerdem vollkommen modernisiert und anstelle des damaligen Talsperren-Gasthauses winkt uns der "Klotz" einer Autobahnraststätte entgegen. Doch noch immer lockt Deutschlands älteste Talsperre mit einem wunderschönen 4 km langen See-Rundweg durch die herrlichen Laub- und Nadelwälder des bergischen Landes. Wandervorschlag: Länge: 4 km reine Gehzeit: 1 Std.

Den schönsten Ausgangspunkt für die knapp einstündige Seeumrundung stellt das Gasthaus "Mebusmühle" im Eschbachtal, an der Straßenverbindung von Remscheid nach Wermelskirchen, dar. Ganz Eilige bevorzugen dagegen meist das Autobahnrasthaus "Remscheid" an der BAB 1. Von der "Mebusmühle" führt uns ein feiner "Waldlehrpfad" erst einmal an einem kleinen Weiher vorbei zur Autobahnunterführung. Danach geht es rasch in zwei Kehren steil empor zum oberen Rand der 23 m hohen Sperrmauer mit dem Autobahn-Rasthaus.

Durch das heutige Talsperrengelände führte einst die Landstraße durch das Eschbachtal nach Lennep. Vom Rundweg erkennt man heute noch an einigen Stellen Reste der damaligen Fahrwege. Der als Waldlehrpfad gut ausgebaute Rundweg leitet uns vom Rasthaus Remscheid meist nahezu eben durch lichten Wald um die ganze Talsperre herum. An vielen Stellen sind informative Lehrtafeln aufgestellt. Mehrmals laden unterwegs auch Bänke zum Verweilen ein. An einigen Stellen genießt man dabei einen schönen Ausblick auf den Stausee - mit der berühmten "Intze-Sperrmauer" im Hintergrund.

Dort, wo der Fußweg nach Birgden I abzweigt, findet man unweit des Rundwegs ein mehrere Jahrhunderte altes Steinernes Kreuz. Hier lohnt sich ein kleiner Abstecher zu diesem historischen Mahnmal.

[bearbeiten] Einkehrmöglichkeiten

  • Restaurant "Mebusmühle" im Eschbachtal
  • Autobahn-Rasthaus oberhalb der Sperrmauer

[bearbeiten] Dauer

eine Stunde

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