Wanderweg rund um die Panzer-Talsperre

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Die Strecke
Die Strecke

Die kleine Panzer-Talsperre am südlichen Stadtrand von Remscheid-Lennep ist die wohl eigenartigste Talsperre des Bergischen Landes. Denn sie besitzt noch eine ganz alte, wirklich urige Sperrmauer, die nicht einmal mehr betretbar ist.

Die Talsperre wurde bereits in den Jahren 1891-93 nach einem Entwurf der Architekten Albert Schmidt aus Lennep und einem Gutachten des damaligen Bau-Pioniers Prof. Otto Intze errichtet. Das Absperrbauwerk war zunächst eine reine Gewichtsstaumauer mit einem bogenförmigen Grundriss nach dem "Intze-Prinzip". Ihre ursprüngliche Höhe betrug zunächst nur knappe 12 Meter, ihre Kronenlänge 100 Meter. Um die Jahrhundertwende (1900) herum war sie damit die kleinste aller bergischen Talsperren überhaupt. Ja, sie war so klein, dass mache sie sogar nur als Stauteich ansahen. Doch schon 1905 wurde die Sperrmauer um 3,25 m auf rund 15 Meter erweitert. Hierfür stockte man zunächst die Mauer in ihrer Höhe einfach auf, ohne sie seitlich zu verbreitern. Stattdessen stützte man sie luftseitig mit nachträglich angebrachten Streben und Pfeilern gegen den erhöhten Wasserdruck ab.

Auf halber Höhe der Mauer sind zwischen den Pfeilern horizontal liegende Betongewölbe angeordnet, die wie Verzierungen aussehen. Wirklich eine Sperrmauer, die in ihrer Bauweise wohl einmalig sein dürfte. Durch die zusätzlichen Streben konnte das Fassungsvermögen der Talsperre seinerzeit auf 0,3 Millionen cbm aufgestockt werden. Und bis heute dient die Talsperre, trotz ihres recht hohen Alters von über 100 Jahren, der Trinkwasserversorgung von Lennep.

Doch der "Zahn der Zeit" nagt schwer an ihr. Als Baumaterial dienten seinerzeit noch Bruchsteine aus Lenneschiefer, die lediglich mit einem Trassmörtel in Zyklopenbauweise vermörtelt wurden. Und so müssen stets von Zeit zu Zeit Meß- und Kontrollbohrungen im Mauerwerk durchgeführt werden, um die aktuelle Standsicherheit des Gesteins ermitteln und beurteilen zu können.

[bearbeiten] Wandervorschlag

Von der evangelischen Stadtkirche gelangt man auf der "Kölner Straße" rasch zu "Hertie". Dort biegen wir links ab und folgen fortan der "Wupper- und Rospattstraße", als auch dem anschließenden "Talsperrenweg" stets geradeaus. Zwischen der Hasenberg- Wohnsiedlung und dem Lenneper Stadtwald (dort befindet sich ein kleiner Parkplatz) leitet er uns direkt zur Talsperre hin. Zuletzt geht´s dabei stetig abwärts - und dort, wo erstmals der Wasserspiegel zwischen den Bäumen hindurch schimmert, zweigt auch bereits (rechts) der Talsperrenrundweg ab.

Zunächst führt dieser uns am Nordrand des Gewässers entlang, auf der südlichen Seeseite ist er später sogar asphaltiert (Fahrverbot!) und weist ein paar Steigungen auf. Ganz zum Schluss des 2,5 km langen Rundkurses kommen wir dann zur Sperrmauer, um die der Weg allerdings einen kleinen Bogen macht. Wenn wir die Mauerkrone auch nicht betreten dürfen, so können wir sie aber wenigstens ausgiebig betrachten. Mit einem Besuch des "Röntgen Museum" oder einem kleinen Rundgang durch die engen Gässchen des alten Lennep, das seinen eindrucksvollen historischen Kern als eine der ganz wenigen Städte im Bergischen Land noch vollkommen erhalten hat, kann man den Wanderausflug zuletzt auf ganz gemütliche Art ausklingen lassen.

[bearbeiten] Dauer

Länge: 6 km reine Gehzeit: 1,5 bis 2 Std.

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