Werkstatt Lebenshilfe im Bergischen Land GmbH

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Die Werkstatt Lebenshilfe im Bergischen Land GmbH wurde 1977 gegründet ist seit dem eine gemäß § 142 SGB IX anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Ihr Sitz ist in Wermelskirchen.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Aufgabenbereich

Der moderne Betrieb beschäftigt rund 400 Menschen mit (geistiger) Behinderung und bietet ihnen damit eine Teilhabe am Arbeitsleben. Die Werkstatt nimmt dazu zu vergleichsweise günstigen Konditionen Aufträge an und richtet Arbeitskräfte und Maschinenpark individuell aus. Dadurch ist der Betrieb in der Lage, unterschiedlichste Kundenwünsche aus beispielsweise den Bereichen Telekommunikation, Pneumatik, Automobilindustrie, Rollen- und Elektroindustrie und rationale Verpackung zu realisieren. So stehen auf der Referenzliste u.a. namhafte Firmen wie GIRA, IBM, Debeka, Fujitsu Siemens und Toshiba.

[bearbeiten] Berufsbildungsbereich

Menschen mit Behinderung durchlaufen zum Einstieg ins Berufsleben in der Regel über den Zeitraum von zwei Jahren den Berufsbildungsbereich. Das Erwerben von Schlüsselqualifikationen, die Vermittlung und Vertiefung von Kenntnissen und Fähigkeiten, hausinterne Praktika und die Schulung auf einen individuell geeigneten Arbeitsplatz in der Werkstatt sind die Pfeiler des Berufsbildungsbereiches.

[bearbeiten] Arbeitsbereich

Die Mitarbeiter mit Behinderung schließen mit der Werkstatt einen Vertrag zur Regelung gegenseitiger Rechte und Pflichten, sie sind kranken-, pflege- und rentenversichert und ähnlich einem Betriebsrat vertritt der Werkstattrat ihre Interessen gegenüber dem Arbeitgeber und wart das Recht der Arbeitnehmer auf betriebliche Mitbestimmung.

Entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten gibt es nach dem Durchlaufen des Berufsbildungsbereichs für die Mitarbeiter Anstellung in Tätigkeitsbereichen der Montage, Elektronik, IT-Dienstleistungen, Logistik und der internen Dienste (Küche, Hauswirtschaft, Lager und Zentrale). Dabei wird Wert gelegt auf eine angenehme Arbeitsatmosphäre, hohe Arbeitssicherheit und insbesondere auf die Ermöglichung eines möglichst eigenständigen, qualitativ hochwertigen Arbeitens durch individuell barrierefreier Arbeitsplätze und intensive Begleitung. Auch die Zusammenarbeit mit Eltern und gesetzlichen Betreuern trägt zur Verwirklichung dieser Ansprüche bei.

Zudem werden den Arbeitnehmern mit Behinderung arbeitsbegleitende Schulungen, Weiterbildungen und Einzelförderungen angeboten. Allgemein soll die Arbeitsituation behinderter Menschen durch die Angebote der Werkstatt der Arbeitssituation nichtbehinderter Menschen so weit wie möglich entsprechen und ein Anschluss zum allgemeinen Arbeitsmarkt möglich werden.

Fahrdienste gewährleisten den sicheren Transport der Mitarbeiter mit Behinderung von ihrem Wohnort zur Werkstatt. Die kontinuierliche Begleitung der behinderten Arbeitnehmer in der Werkstatt wird gewährleistet durch ein Team von rund 80 hautamtlichen Fachkräften.

[bearbeiten] Förderbereich

Für Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen und einhergehend damit speziellen pflegerischen und heilpädagogischen Bedürfnisse gibt es besondere Angebote aus dem Bereich der Kleinmontage sowie individuelle Förderungen. Dabei wird nach dem TEACCH-Modell gearbeitet und ein besonderes Augenmerk auf eine sinnvolle Tagesstrukturierung gelegt. In einem sicheren Rahmen kann selbständiges, konzentriertes Handeln gelernt werden. Ein Angebot an besonders ausgestatteten Räumlichkeiten (z.B. Snoezel-Raum) macht darüber hinaus eine bedarfsbezogene Förderung möglich. Fall erforderlich wird Krankengymnastik wird nach ärztlicher Verordnung im Haus durchgeführt.

Durch ein Qualitätsmanagementsystem wird die Förderung sichergestellt.

[bearbeiten] Sonstiges

Studenten aus unterschiedlichen Fachbereichen haben die Möglichkeit, ein qualifiziert betreutes Praxissemester in der Werkstatt zu leisten.

[bearbeiten] Kontakt

Werkstatt Lebenshilfe im Bergischen Land GmbH

Altenhöhe 11

42929 Wermelskirchen

www.wlh.de

[bearbeiten] Siehe auch

Persönliche Werkzeuge