Wipperfürth
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Wipperfürth ist eine Hansestadt im Oberbergischen Kreis im Regierungsbezirk Köln in Nordrhein-Westfalen (Deutschland) und älteste Stadt im Bergischen Land.
Wipperfürth, nach den Eingemeindungen von 1975 flächengrößte Gemeinde des Oberbergischen Kreises, ist die älteste Stadt des Bergischen Landes (Stadtrechte 1217), die sich begünstigt durch die Wupper-Furt zu einem bedeutenden Handelsplatz entwickelte. Ab 1870 setzte mit dem Eisenbahnanschluss nach Lennep ein großer Aufschwung ein. Tuch-, Metallwaren- und Maschinenfabriken, Spinnereien, Färbereien und die Glühlampenfabrik Radium siedelten sich an. Trotz mehrerer Großbrände hat die Altstadt den Charakter einer typisch bergischen Stadt behalten. Sehenswert sind Marktplatz, Pfarrkirche St. Nikolaus, Franziskanerkirche und Klosteranlage (1674). Wipperfürth gehörte der Hanse an.
Die in Börlinghausen entspringende Wupper führt bis Wipperfürth den Namen Wipper.
[bearbeiten] Geschichte
Die älteste urkundliche Erwähnung datiert von 1131. Im Siegburger Mirakelbuch wird der Ort bereits als Oppidum (=Stadt) bezeichnet. Schreibweise der Erstnennung: Weperevorthe. Zwischen 1217 und 1222 erhielt Wipperfürth die Stadtrechte von Erzbischof Engelbert I. von Köln[2] und gilt damit als älteste Stadt im Bergischen Land. Die Verwaltung der Stadt wurde im Jahre 1283 von Graf Adolf V. geregelt. Wipperfürth hatte ein eigenes Stadtgericht, Konsultationen fanden beim Stadtgericht Siegburg statt. Nach der Bergischen Ämtereinteilung im Herzogtum Berg wurde Wipperfürth-Land vom Amt Steinbach verwaltet, hier war auch der Gerichtssitz für die Kirchspiele außerhalb der Stadt. Die Stadt Wipperfürth zahlte bis 1770 seine Steuern über das Amt Steinbach.
Schon 1275 gestattete König Rudolf von Habsburg dem Grafen, seine Münzstätte von Wildberg nach Wipperfürth zu verlegen. Hier wurden seitdem Pfennige nach Kölner Vorbild geprägt. Mit Privileg König Ludwigs des Bayern begann 1328 in Wipperfürth die erste Prägung von Groschen in Deutschland.
Seit dem 14. Jahrhundert war die Stadt Mitglied der Hanse. Kaufleute der Stadt sind in Stockholm, Dorpat, Malmö, Nowgorod, Reval und Lübeck belegt. Das Stadtwappen von 1267 zeigt eine Kirche in zinnenbewehrter Mauer. Das Wappen lehnt sich an das große Stadtsiegel an, wie es zuerst auf einer Urkunde von 1267 erschien, wo es die Umschrift trägt: S (illigum): BURGENSIUM: OPIDI:IN:WIPPERVURDE. Im Jahr 1404 wird Wipperfürth von den Kölnern belagert und schließlich besetzt, von der ehemaligen Krakenburg werden die Häuser der Stadt in Brand gesetzt. An der Krakenburg begann auch die Stadtmauer, dem heutigen Klosterberg, am Klosterwall ging am Schützengraben vorbei bis zum Kölner Tor, verlief weiter bis zum Mahltor, von hier aus weiter in östlicher Richtung zwischen Obergraben und Pfarrkirche, dann wieder in Richtung Süden bis zum Attendorner Tor. Von dort zurück zur Klostermauer, diese Mauer steht auf der alten Stadtmauer. Reste dieser Stadtmauer sind noch am Klosterberg und an der Einmündung Untere Straße – Hochstraße (Ellers Ecke) erhalten.
Älteste Bauwerke der Stadt sind die dreischiffige romanische Pfarrkirche St. Nikolaus (um 1180) und der Marktbrunnen von 1331, der seine heutige Gestalt in der Renaissance erhielt. Die Entwicklung der Stadt wurde durch zahlreiche Stadtbrände behindert: 1333; 1352; 1368; 1383; 1404; 1412; 1465 (Siehe auch: Agathaberg); 1511; 1585; 1795.
[bearbeiten] Sport
Petanque
Pétanquefreunde-Wipperfürth-Surgères e.V. Petanque ist die weit verbreitete Variante des Boule-Spiels. Aktuell besteht der Verein aus 37 Mitgliedern.
Diese Sportart kann auf Grund der Regeln von Jung und Alt gespielt werden.
Trainiert und gespielt, wird jeden Mittwoch und Freitag ab 15:00 Uhr und Sonntags ab 14:00 Uhr am Hausmannsplatz neben der kath. Kirche. Gäste sind gern gesehen. Kugeln für Besucher haben wir ständig leihweise dabei.
Kartslalom
MSC-Wipperfürth e.V. im ADAC Kartsport für Jugendliche
[bearbeiten] Literatur
- Alfred Lauer: Städte an der Wupper, RGA-Buchverlag 1992, ISBN 3-923495-26-9
