Wupperorte
Aus BergischesWiki
Als Wupperorte oder auch Wupperortschaften werden die Stadtteile von Radevormwald bezeichnet, die von der Wupper durchflossen werden. Dazu zählen u.a. Dahlerau, Vogelsmühle, Dahlhausen und Keilbeck. Die Wupperorte liegen rund 7 Kilometer vom Stadtzentrum aus entfernt an der Grenze zu Wuppertal.
Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Geschichte
Früher gab es an der Wupper viele Textilfabriken, die den Fluss zur Energiegewinnung nutzten. Weil die meisten Fabrikarbeiter in extra gebaute Wohnhäuser zogen, nahm die Einwohnerzahl der Wupperorte zu und damit erlebte auch der Einzelhandel einen wirtschaftlichen Aufschwung. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts, die Textilindustrie hatte an Einfluss verloren, schlossen immer mehr Geschäfte oder verlagerten sich ins Stadtzentrum.
[bearbeiten] Geschäfte
Nach und nach wurden viele ehemalige Läden zu Wohnhäusern umgebaut, z.B. das Lebensmittelgeschäft „Knefel“ in der Keilbecker Straße 16, das viele auch durch den „rollenden Supermarkt“ kannten, der früher die Einwohner der Wupperorte an sechs Tagen in der Woche mit einer Auswahl an Artikeln des täglichen Bedarfs versorgte. Heute können sich die Bürger im Wuppermarkt, einem 1996 gegründeten kleinen Einkaufszentrum mit mehreren Einzelhandelsgeschäften, mit Lebensmitteln usw. versorgen. Auf dem Werksgelände der ehemaligen Textilfabrik Schürmann & Schröder gibt es heute einen ALDI, einen Schlecker-Markt, ein Schreibwarengeschäft mit Post-Service, eine Metzgerei mit Schnellimbiss, einen Friseursalon, eine Bäckerei mit kleinem Café und einen Blumenladen.
Angenehm macht den Einkauf im Wuppermarkt u.a. die sehr gute Parkplatzversorgung. Neben zahlreichen normalen Plätzen gibt es seit 2011 direkt am ALDI-Eingang zwei Behindertenparkplätze. Darüber hinaus ist auch die Anbindung an das öffentliche Linienbusnetz und den Bürgerbus Radevormwald gegeben.
[bearbeiten] Wupperaue
In unmittelbarer Nähe zum Wuppermarkt wurde ein kleiner Wiesenabschnitt zur Wupperaue erklärt und mit Sitzbänken, Schautafeln mit spannenden Geschichten aus den Wupperorten sowie Kunstgebilden versehen. Die Wupperaue lädt zum kurzen Verweilen (z.B. nach dem Einkauf oder beim Spaziergang) ein, ist jedoch für einen tagesfüllenden Aufenthalt viel zu klein. Die direkte Nähe zur vielbefahrenen Straße ist ungünstig für den Aufenthalt mit Kindern. Zur Erinnerung an die Opfer des Zugunglücks von Dahlerau (1971) und des Busunfalls in Dahlhausen (2010) wurde an der Wupperaue ein Gedenkstein aufgestellt.
[bearbeiten] Sonstiges
Es gibt einen Bürgerverein, der als Ansprechpartner für die Wupperaner dient und eine Anlaufstelle in der Sparkassenfiliale hat.
Zu den festen Veranstaltungen in den Wupperorten gehören seit langem der traditionelle Martins-Zug von der Gemeinschaftsgrundschule Wupper aus über die Keilbeck und den Schröderweg zurück zur Brede, wo es dann für die Kinder eine Martinstüte gibt. Seit 2001 gibt es auch den Advent an der Wupper.
Seit 2010 wird einmal jährlich im Sommer der Wupperaktionstag rund um die Grundschule auf der Brede veranstaltet. Dort stellen sich Vereine und Initiativen aus den Wupperorten vor, es gibt Kinderbespaßung, Verpflegung und auch einen Flohmarkt.
Negativ sind die Wupperorte in 2010 / 2011 dadurch aufgefallen, dass es verstärkt rechtsextreme Tendenzen gibt, einschließlich tätlicher Angriffe, Sachbeschädigungen und Verunstaltung durch Aufkleber und Graffiti an Bushaltestellen, Laternen, Schautafeln, Hauswänden usw.
[bearbeiten] Links
- Website der Wupperaner, den Bewohnern der schönen Wupperorte von Radevormwald
- Präsentation der Industriegeschichte an der Wupper
