Wuppertalsperre
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Die Wuppertalsperre liegt im Städtedreieck Remscheid, Radevormwald und Hückeswagen. Sie dient auch nicht wie die meisten bergischen Nachbartalsperren als Trinkwasserreservoir, sondern sie ist eine Brauchwassertalsperre und dient der Niedrigwasseraufhöhung, dem Hochwasserschutz der Wupper und der Wasserkrafterzeugung. Die Wuppertalsperre ist mit ihren Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung ein Anziehungspunkt für Besucher aus der gesamten Region. So wurde im Frühjahr 1996 am Westufer, bei der Ortschaft Dörperhöhe, ein ganz neuer Bootshafen angelegt. Man kann dort Tretboote mieten, Schlauchboot fahren und paddeln. Auch ein Yachthafen und eine DLRG-Station sind bereits eingerichtet. Das Freizeitzentrum "Krähwinkel" erfreut sich an warmen Sommertagen gr0ßer Beliebtheit.
An der Wuppertalsperre liegt die mittelalterliche Ringwall-Befestigungsanlage Am Bilstein. Das Bodendenkmal ist über eine Abzweigung vom Wanderweg A 7 zu erreichen.
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[bearbeiten] Baugeschichte
Mehr als fünf Jahre (1982 bis 1987) hat man an ihr gebaut, doppelt so lange benötigte man gar, um zwei riesige Brücken über die Talsperre zu errichten. 1989 wurde die Talsperre fertiggestellt und in Betrieb genommen.
1995/96 hat die Talsperre eine extreme Trockenperiode zu spüren bekommen. Am 11. Februar 1996 war die Wasserreserve im Staubecken auf ganze 2,4 Millionen cbm gesunken. (Der Stauinhalt bei Vollstau liegt demgegenüber bei 25,9 Millionen cbm). Als im Frühjahr 1996 dann auch noch Regen und Schneeschmelze ausblieben, hatte sich die längste Trockenphase eingestellt, die jemals im Wuppergebiet gemessen wurde.
Das Absperrbauwerk, der 320 m lange Damm der Talsperre, besteht aus einer Steinschüttung mit Asphaltbetoninnendichtung, seine Höhe beträgt rund 40 m und das maximale Stauvolumen 25,9 Mio. m³.
Es gibt fünf Vorsperren der Wupper-Talsperre:
- Wupper-Vorsperre
- Wiebach-Vorsperre
- Dörpe-Vorsperre
- Feldbach-Vorsperre
- Lenneper Bach-Vorsperre
Der Kretzer Bach ist ein weiterer Zufluss zur Wuppertalsperre.
Vor dem Talsperrenbau mussten für den Bau der Sperre bereits Ende der 70er Jahre ganze Ortschaften aus dem Talboden der Wupper ausgeräumt werden. Auch die einstige Eisenbahnlinie von Lennep durch das Tal der Wupper hinauf nach Radevormwald verschwand schließlich unter der 220 ha großen Wasserfläche. Die Bahnstrecke Wuppertal - Radevormwald - Brügge (Wuppertal-Bahn, exKBS 403) zwischen Wilhelmsthal und Radevormwald wurde 1980 stillgelegt. Der Bahnhof Krebsöge befand sich an der Stelle des Dammes. Der Bahnhof Kräwinklerbrücke wurde, wie auch die gesamten Bahnanlagen im Staubereich, abgerissen.
Folgende Ortschaften und Bauten mussten dem Wasser weichen:
- Carolinengrube
- Cöens Mühle
- Dörpe
- Stahlwerk Enneper in Dörpe
- Hammersteinsöge
- Alte Filzfabrik
- Hof Hammerstein
- Kapelle Maria zur Mühlen (Kräwinklerbrücke)
- große Teile der Ortschaft Kräwinklerbrücke
- Teile der Ortschaft Krebsöge
- Stahlwerk Urbach & Co. (Kräwinklerbrücke)
- Nieder- und Oberkretze
- Hummeltenberger Mühle
- Löbbeckes Mühle
- Oege
- Wiebachtal
- Himmelswiese
- Hütte der Naturfreunde, später SGV-Heim
- Mondstein
Doch dafür findet man heute im Talsperrengebiet auch Wildgänse, Reiher und Enten; selbst der Kormoran hält sich manchmal am Wasser auf und auch den Kampfläufer kann man bei Niederigstau gelegentlich in den Schlammflächen beobachten.
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